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Von Holger am 30.07.2007 um 14:50 Uhr | Kategorie Trends

Immer mehr Firmen schließen ihre Präsenz in der virtuellen Welt Second Life (SL). Verlassene Unternehmens-Inseln, leere Programmtafeln und Auslagen prägten das Bild, das sich der Journalistin Alana Semuels von der Los Angeles Times bei einem Rundgang durch SL aufdrängte.

Logo Second LifeStarwoods´ A LoftAmerican Apparel

Der Computerhersteller Dell gab seine Insel auf, ebenso die Hotelkette Starwood. «Unternehmen, die ihre Präsenz geschlossen haben, müssen sich fragen, ob ihr Atem lang genug war und was sie bei ihrem Auftritt falsch gemacht haben könnten», sagt Christoph Ringwald, Sprecher des Internetdienstleisters Pixelpark. Während sich bei einigen US-Unternehmen Resignation über SL breit macht, zeigen deutsche Unternehmen Zufriedenheit mit ihrem Engagement in SL. «Momentan bestehen keine Pläne, sich aus SL zurückzuziehen», so Oliver Brüggen, Sprecher von Adidas. Man sei zufrieden, Pläne für eine Erweiterung gebe es derzeit jedoch auch nicht, heisst es vom Sportartikelhersteller in Herzogenaurach. Seit der Inseleröffnung im September 2006 verkaufte Adidas monatlich 2700 Schuhpaare im Second-Life-Shop und verzeichnete im Schnitt 9000 Besucher.

Die Bevölkerung in SL schrumpft indes, während andere virtuelle Welten wie z.B. There oder Entropia Universe Zulauf erhalten. Im Juni sind die aktiven Nutzerzahlen in SL um 2,5 Prozent zurückgegangen. Außerdem plant Linden Lab demnächst ca. 700.000 Accounts zu löschen, die nie aktiv genutzt wurden. Von den acht Millionen Registrierten halten sich zu Spitzenzeiten 30.000 bis 40.000 Nutzern in SL auf.

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